Es ist 15 Minuten vor Ladenschluss und man kann schon vom Eingang aus die üblichen dichtgedrängten Menschentrauben vorm Schnapsregal sehen. Keine Überraschung, wenn man draußen schon grinsend an den Grüppchen knapp bekleideter 14- bis 17-jähriger vorbeilief, die verzweifelt auf jemanden warten, der sie mit Alkohol und Zigaretten versorgt.
"Iiiiiiiiiiiiiich hab mein Ticket!", kreischt es uns von der Kasse entgegen. Die Kassiererin ignoriert die Schlangen wartender Kundschaft und strahlt uns freudig-erregt an, während wir unseren Weg korrigieren und grinsend zu ihr hinschlendern.
"Oar, geil! Ebay?"
"Ja, sogar nur 170!"
"Feeeeett, weißt du schon, wie du hinkommst?"
"Also, entweder mit C oder mit Freunden aus B oder..."
"Kannst du unser Zelt mitnehmen und aufbauen, weil wir ja erst Freitag fahren können, wegen der Klausur..."
"Ja, also, wenn ihr dafür Klamotten von uns mitnehmt..."
Bevor wir fünf Minuten enthusiastisches Geschrei später mit den Worten "Wir sollten das wann anders klären!" von bösen Blicken verfolgt - Nur weil wir mit dem halben Personal hier befreundet sind, ey - selbst zum Schnapsregal laufen, müssen wir zwischendurch auch noch die zweite Kassiererin vom Arbeiten abhalten, weil wir sie mit unserem geballten Charme davon überzeugen wollen, doch mal für ein paar Hundert Kilometer Taxi zu spielen.
- Alles voll wichtige Gespräche, sind ja schließlich nur noch knappe zwei Monate um ALLES zu planen.

Menschen, die uns nach Holland fahren um palettenweise billiges Bier zu kaufen haben wir schon, genauso wie einen Haufen anderer genialer Sachen - Dennoch: Irgendwelche wichtigen Überlebenstipps für Festival-Jungfrauen mit wenig Geld und großen Erwartungen?
Muss man Dir als DRKlerin sagen, dass es in vielerlei Hinsicht gut (und eben auch den Sanis dort gegenüber zuvorkommend) ist, wenn man immer einen kleinen Zettel bei sich (im Portemonnaie z. B.) hat, auf dem Arzneimittelallergien, Blutgruppe etc. vermerkt sind? Nee, oder? Weißt Du, ne?
AntwortenLöschenWeiß ich :) Und auch die richtige Einspeicherung von den Menschen, die bei nem Unfall zu benachrichtigen sind etc - sowas ist genauso Standard wie mein Organspendeausweis. :)
LöschenBin leider genau so eine Festivaljungfrau wie du, habe also auch keine Tipps.
AntwortenLöschenKann ich irgendwie vesrtehen, dass ihr das totschweigt. Wäre mir auch sehr unangenehm. Andererseits ist das, was passiert ist, nun mal passiert.
Ich ernähre mich eigentlich ziemlich gesund, ich ess zwar auch gerne mal was Süßes, aber im Großen und Ganzen passt das schon ;) Ich esse nur viel^^
festivals sind super, wird dir sicher gefallen! wenn möglich gibts davon dann eh einen kleinen bericht mit ein paar bildern, oder? ^^
AntwortenLöschenJa, ich würde das meiste auch nicht anziehen. Ich trage eh kaum helle Farben und ich trage auch keine Sachen mit sommerlichen Motiven (bin eh kein Sommermensch^^) und eigentlich auch lieber T-Shirts mit zumindest einem Bisschen Ausschnitt. Habe aber auch nichts dagegen mal andere zu tragen...
AntwortenLöschenFinde das auch nicht gut, aber ich glaube, dass nicht alle Glieder der Produktionskette fairtrade sind, hat man aber oft bei Kleidung mit ihren vielen Produktionsschritten.
Ach so, das ist ja echt okay. So lange es dann keinen Zickenkrieg gibt, weil die Freundin mit dem Ex was hat :D Im vorherigen Post klang das alles schon etwas anders...
Jetzt hab ich dich auch endlich mal wieder gefunden. Schade, dass du deinen alten Blog geschlossen hast. ;) Aber immerhin kann ich dich hier jetzt stalken. :D
AntwortenLöschenWundervoll das Ticket. UND ICH BIN TATSÄCHLICH AUCH DABEI!!! Wuhuuuu Hurricane wir kommen! :P Ich bin ja schon eigeschworener Festivalfreak demnach hier meine "How to survive a Festival" Liste.
1) Im Internet gibt es zahlreiche Packlisten für Dinge die man unbedingt auf ein Festival mitnehmen sollte. Die sind auf jeden Fall ein Blick wert. Obligatrisch sind eindeutig: Taschenmesser (sofern man das mitnehmen darf), Feuerzeug, Regencape, Müllsäcke, Gaffa, Taschenlampe, Klopapier, Knicklichter, Deko fürs Zelt (Girlanden, Luftballons, Luftschlangen...), Sonnencreme, Gummistiefel, Sonnenbrille, (Erste Hilfe Kasten, aber das weißt du ja sicher), Kabelbinder, Ghettoblaster und 10000 Mixtape CDs, Desinfektionsmittel, Nähzeug, ganz viele Einwegkameras, Prinzessin Krönchen oder Partyhüte, Schlafbrille und Ohropacks (sonst kriegst du garantiert kein Auge zu!), peinliche Kostüme (ich liebe ja diese ganz Körper Tieroveralls), das übliche Blabla wie Zelt, Pavillion, Bier, Dosenfutter, Gaskocher ...
2) Alkohol ist ein gutes Zahlungsmittel. Und essen. Wir haben auf einem Festival mal eine Gemüsepfanne mit unserem Campingkocher gemacht und innerhalb von 10 Minuten war der halbe Zeltplatz unser Freunde. :D
3) Wenn man nicht den Luxus einer eigenen Dusche hat, wie wir Mitarbeiter, dann kannst du dich bestimmt auf 1-2 Stunden Wartezeit vor der Dusche gefasst machen. Deswegen: Trockenshampoo und Feuchttücher. Und wenn es dann gar nicht mehr geht: Bikini an und Eimer mit Wasser über den Kopf!
4) Mach dir wirklich einen plan welche Bands du UNBEDINGT sehen willst. Man versackt so oft im Camp und hinterher würde man sich am liebsten in den Arsch beißen. Aber stell dich schon al drauf ein: 50% von all denen die man sehen will verpasst man leider.
5) Cantinaband ist das A und O! Wenn du sie auf CD mit hast bist du der King. Unter umständen kann das ganze jedoch ausarten und eure Zelt dient dann die ganze Nacht als Mittelpunkt für einen riesen Circle Pit... Und das Festival Phänomen Helga ist dir ja bestimmt auch schon bekannt.
6) Grundnahrungsmittel auf Festival sind 80% Bier und 20% Fleisch vom Grill oder Dosenrenravioli. Als veganer ist das dann noch mal etwas komplizierter. Nimm dir ein paar Dosen mit. Ich gehöre ja eher: lieber schnell was kochen als Dosenfutter Fraktion. Meine ultimativen Festivalrezepte:
* Stockbrot aus Knack&Back Brötchen
* Nudeln in allen Variationen
* Chili
* Gemüsepfannen (am ersten Tag& Abend geht das noch super!)
* Cornflakes mit Milch und 43er 8bestes Festivalfrühstück)
* Fladenbrot mit Dipps und Rohkost
* Müsli mit viel Obst und Sojapudding (schmeckt wirklich) oder Sojamilch
* Burger mit abgepackten Gemüsefrikadellen
* "Döner" aus Fladenbrot, Tzatziki und Salat (geht auch nur am ersten Tag oder Abend)
* Couscous
* Vegane Pfannkuchen aus Sojamilch, Sojamehl und normalem Mehl
* Tomatensuppe
* Backkartoffeln
* Maiiiiiiis
7) Tausch dein Handy gegen ein assbach uralt Ding ein. Das kann im Moshpit wenigstens nicht kaputt gehen!
8) Alles vorher noch mal ausprobieren. Geht der Gaskocher? Hält das Zelt auch?! IST ES WASSERFEST?! Und hat die Luftmatratze vielleicht ein Loch?! Sonst geht es dir am Ende so wie mir letztes Jahr und du darfst unter einer Rettungsdecke im Auto schlafen. :D
9) Es gibt keinen besseren Ort um noch mal das innere Kind auszuleben als auf einem Festival. Du kannst echt allen möglichen Scheiß mitbringen und niemand schaut dich komisch an. Twister, Bobbycar, Trampolin, Pool, Gesellschaftsspiele und etc. bereichern jedes Camp!
Mehr fällt mir gerade auch nicht mehr ein. Ich hoffe ich konnte dir ein kleines bisschen weiter helfen. Ich freu mich jedenfalls schon riesig aufs Hurricane und kanns überhaupt nicht mehr abwarten. Wen willst du denn so unbedingt sehen? Und was ist dein absoluter Geheimtipp?
Ganz viele liebe Grüße und schön dass du wieder am bloggen bist. Fiona :)
Haha es gibt doch so viele Blogger, die noch viel mehr schreiben als ich^^
AntwortenLöschenAch so okay^^ Teilweise gibt es ja auch fairtrade Tops, bei Armed Angels z.B, auch. Aber die haben leider wirklich auf ihrer Website stehen, dass mind. ein Produktionsschritt fair sein muss, damit die Kleidung so ausgezeichnet wird.